Die kleinen mit Nikotin gefüllten Beutelchen für den oralen Gebrauch erscheinen völlig harmlos. Aber sind sie es wirklich? Kann Snus süchtig machen? In diesem Beitrag erklären wir Dir alles zum Thema Snus-Sucht und wie sie entstehen kann.
Wichtige Fakten zur Snus-Sucht im Schnelldurchlauf
- Snus kann psychisch und auch körperlich abhängig machen.
- Vor allem junge Konsumierende haben in der Regel ein erhöhtes Risiko einer Snus-Sucht.
- Die Abhängigkeit kann sich unter anderem durch innere Unruhe, erhöhte Reizbarkeit und Kopfschmerzen bemerkbar machen.
So süchtig macht Snus
Streng genommen sind es gar nicht die Snus-Beutel per se, die im Zweifelsfall süchtig machen können. Es ist das enthaltene Nikotin, bekannt als psychoaktiver Suchtstoff. Sobald es in Deinen Blutkreislauf eindringt, kann es Dein Belohnungssystem manipulieren und so zur Ausschüttung von Serotonin und Dopamin führen. Man spricht hier vom sogenannten Nikotinkick.
Tatsächlich kann auch der Akt des Konsums zu suchtähnlichem Verhalten führen. Das kann dann passieren, wenn die Snus-Beutel fester Bestandteil Deines Tagesablaufs oder fast schon ein kleines Ritual werden wie der Kaffee am Morgen, doch das nur als Randnotiz.
Daran erkennst Du eine Snus-Sucht
Du stehst auf und das erste, woran Du denkst, ist das Einlegen eines Snus-Beutelchens, am liebsten direkt noch vor dem morgendlichen Zähneputzen. Du hast ohnehin schon so schlecht geschlafen, weil Du am Abend einfach keine Ruhe gefunden hast, nachdem Du den Snus-Beutel herausgenommen hast. Und das Aufstehen fiel Dir auch schon mal leichter. Dir ist irgendwie schummrig und Dein Kopf dröhnt.
Angekommen auf der Arbeit, kannst Du Dich kaum konzentrieren. Gedanken und Einflüsse prasseln auf Dich herein und Du kannst sie nur schwer sortieren. Und schon wieder denkst Du daran, ein Snus-Beutelchen würde Dich jetzt runterbringen, also rein damit.
Irgendwann nimmst Du es heraus und hast direkt das Gefühl, irgendwas fehlt. Du könntest direkt zum nächsten greifen und wirst plötzlich ganz unruhig und gereizt, wenn Du kein weiteres zur Hand hast.
Erkennst Du Dich oder einen Deiner Snus-konsumierenden Mitmenschen hier wieder? Dann kann tatsächlich eine Snus-Sucht vorliegen, die nicht ignoriert werden sollte.
Wir fassen die gängigsten Symptome einer Snus-Sucht noch einmal für Dich zusammen:
- innere Unruhe
- Schlafstörungen
- leichte Reizbarkeit
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Kopfschmerzen
- Kreislaufprobleme
- Heißhunger
Suchtgefahr bei Snus: höher als bei Zigaretten?
Tatsächlich können Snus schneller süchtig machen als Zigaretten. Der Grund ist einfach: Sie sind viel diskreter konsumierbar und das überall und jederzeit. Eine Zigarette kannst Du Dir nicht einfach so, wann und wo Du möchtest, anzünden. Im Restaurant? Verboten. Im Bus? Untersagt. Im Büro? Auch eher unschicklich. Ein Snus-Beutelchen hingegen legst Du Dir einfach in den Mund und niemand bekommt zwangsläufig etwas davon mit.
Hinzu kommt, dass Du Deine Mitmenschen damit nicht störst. Sie sind nicht von Rauch umgeben und auch der typische Geruch, den einige Personen als unangenehm empfinden, bleibt aus.
Der Konsum von Snus ist damit, zumindest in der Theorie, viel häufiger möglich und damit steigt auch das potenzielle Risiko einer Abhängigkeit.
Das solltest Du bei der Verwendung von Snus beachten
Mit der Wahl des passenden Produkts steht und fällt alles. Du solltest Dich erst einmal herantasten, welcher Nikotingehalt der richtige für Dich ist. Steige lieber etwas niedriger ein und steigere Dich dann langsam.
Bemerkst Du erste Anzeichen suchtähnlichen Verhaltens, dann nimm sie ernst, bevor sie sich etablieren. Hast Du Schwierigkeiten, damit umzugehen, scheue Dich nicht, mit einer vertrauten Person darüber zu sprechen. Ein offener Umgang damit kann helfen, sich nicht in der Sucht zu verlieren.
Beobachte außerdem Dein Verhalten. In welchen Momenten greifst Du verstärkt zu Snus? In stressigen Zeiten, wenn Du Dich konzentrieren musst oder wenn Du für Dich unangenehme Situationen meistern musst? Diese Beobachtungen können für ein besseres Bild für den eigenen Umgang mit Snus sorgen und suchtähnliches Verhalten unter Umständen schon in sehr frühen Stadien identifizieren.
Und noch ein wichtiger allgemeiner Hinweis zum Schluss: Verwende Snus nicht vor dem Schlafen. Wenn das Beutelchen ungünstig im Mund verrutscht, besteht akute Erstickungsgefahr.
Auch beim Sport oder vergleichbaren Aktivitäten ist erhöhte Vorsicht geboten. Verschluckst Du es aus Versehen, weil Du stürzt, stolperst oder ähnliches, kann es zu Bauchschmerzen und Übelkeit kommen, immerhin hast Du dann Nikotin in Deinem Verdauungstrakt.
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Sophie Neumärker
Redakteurin
Als Redakteurin sorgt Sophie seit über 10 Jahren dank ausführlich recherchierter Texte dafür, rund um das Thema Snus und Nikotinbeutel zu informieren und echten Mehrwert zu bieten. Ihr Ziel ist es dabei stets, den Markt und dessen Entwicklung transparent darzustellen, so Orientierung zu bieten und Kundinnen und Kunden bei der Kaufentscheidung zu unterstützen.



